Licht Fangen im LA8

Saturday, October 10, 2009
By MG

Sammler K.H. W. Steckelings Foto: Thomas Viering

Am 10. Oktober 2009 wird die zweite Ausstellung im Museum im LA8 in Baden-Baden eröffnet. Sie widmet sich einer zentralen Technik und Kunst des 19. Jahrhunderts: der Fotografie. Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Wuppertaler Sammler KH. W. Steckelings entwickelt. Zu sehen sind fotografische Apparate wie die Kodak No. 1 (1889) als erste Amateurkamera, Geheim- und Spezialkameras zur Herstellung von Stereoskopien und Panoramaansichten sowie Werke berühmter Fotografen und Erfinder wie Louis Jacques Mandé Daguerre, Henry Fox Talbot, Roger Fenton, David Octavius Hill und Eadweard Muybridge.

Das Museum für Kunst und Technik hat sich zur Aufgabe gemacht, das 19. Jahrhundert punktuell lebendig werden zu lassen. Es geht nicht um lückenlose Vollständigkeit. Wichtig ist, dass das einzelne Objekt für den heutigen Betrachter lebendig wird. Unsere heutige Selbstverständlichkeit im Umgang mit Fotografie begegnet dem damaligen Staunen über die revolutionären, neuen Möglichkeiten, Licht zu fangen.

Beleuchtet wird auch die Vor- und Frühgeschichte der technischen Entwicklung der Fotografie im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Guckkasten, Faltpanorama und Laterna Magica erinnern an einen Alltag lange vor Kino, Fernsehen und Internet, der gleichwohl Schaulust und Sehbegierde kannte. Eine zimmergroße Camera Obscura und ein historisches Fotoatelier machen damalige Technik und Faszination für heutige Besucher im wörtlichen Sinn zugänglich.

Die neuartige Stereoskopie-Projektion im Untergeschoss des Museums gibt den Besuchern das spektakuläre Gefühl, in Bildräume vergangener Zeiten hineinzugehen. Die Zeitreise innerhalb historischer Stadtansichten Baden-Badens und die Aufnahmen von den Pyramiden von Gizeh basieren auf alten stereoskopischen Fotografien, die mit den Mitteln des 21. Jahrhunderts zu neuem Leben erweckt werden. (Quelle: PR)

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