Museum Frieder Burda zeigt Unheimliche Wirklichkeiten

Saturday, November 27, 2010
By MG

Gregory Crewdson, Courtesy Gagosian Gallery, New York © Gregory Crewdson, 2010

Ihre Arbeiten irritieren und berühren den Betrachter. Werke der beiden amerikanischen Künstler Duane Hanson (1925 – 1996) und Gregory Crewdson (geb. 1962) stehen im Mittelpunkt der Ausstellung im Museum Frieder Burda in Baden-Baden, die unter dem Titel „Unheimliche Wirklichkeiten“ vom 27. November 2010 bis zum 6. März 2011 zu sehen ist.

Mit seinen naturgetreuen Skulpturen ist Duane Hanson ein Synonym für den zeitgenössischen Realismus in der Modernen Kunst geworden. Als Motive dienen ihm Durchschnittsmenschen, Hausfrauen, Kellnerinnen, Autoverkäufer, Hausmeister. Haltung und Ausdruck der Figuren sind ganz nah an der Realität. Der Fotograf Gregory Crewdson inszeniert seine großformatigen Bilder mit cineastischem Aufwand und lässt die Abgründe hinter den alltäglichen Fassaden durchschimmern.

Beide Künstler beschäftigen sich mit Menschen, deren alltäglichem Leben, mit den Hoffnungen, Sehnsüchten und geplatzten Träumen. Menschen, die wir gewöhnlich übersehen, die gealtert und von der Wirklichkeit, dem Leben gezeichnet sind. Während Hanson seine lebensgroßen Figuren mit viel Sympathie formt, verbreitet Crewdson auf seinen Bildern von einsamen Menschen in ihren Häusern, Gärten, auf Straßen eine eher düstere, bedrückende Stimmung.

Die Ausstellung im Museum Frieder Burda präsentiert rund 30 Einzelfiguren von Duane Hanson, größtenteils aus dem Nachlass des Künstlers, im Dialog mit 20 großformatigen Arbeiten der Serie „Beneath the Roses“ des Fotografen Gregory Crewdson. Die Fotografien stammen überwiegend aus dem Besitz des Künstlers.

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