Staatliche Kunsthalle zeigt Daniel Buren

Saturday, January 15, 2011
By MG

Vom 12. Februar bis zum 22. Mai 2011 zeigt die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden Installationen des Künstlers Daniel Buren.

Daniel Buren entwickelt für die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden eine Folge von
ortspezifischen Interventionen, die sich mit dem neoklassizistischen
Ausstellungshaus von Hermann Billing auseinandersetzen. Im Spiel mit Farbe,
Spiegeln und Schatten schafft er eindrucksvolle Rauminstallationen. Wandhohe
Einbauten strukturieren die Säle völlig neu und verändern die Wirkung der
Architektur maßgeblich.

Zudem weitet Daniel Buren die Ausstellung in den Stadtraum von Baden-Baden aus.
Mit über hundert vom Künstler gestalteten Fahnen wird der mondäne Kurort in ein
Gesamtkunstwerk verwandelt, dessen Zentrum die Staatliche Kunsthalle Baden-
Baden ist.

Daniel Buren (*1938 in Frankreich) begann Ende der 1960er-Jahre unter
demonstrativem Verzicht auf ein Atelier mit seinen Plakaten, den Affichages sauvages,
den öffentlichen Raum zu gestalten. Die farbigen, 8,7 cm breiten vertikalen Streifen
sind zu einer Art Markenzeichen geworden. Diese Streifen dienen ihm bis heute als
visuelles Werkzeug. In ihrer Form sind sie bewusst banal, inhaltsfrei und
bedeutungslos. Konsequent widersetzen sie sich dem Glauben an die Autonomie des
Kunstwerkes und weisen den Betrachter in erster Linie auf den Ort ihrer Anbringung
hin. Damit besetzte der Konzeptkünstler Buren ein neues Feld in der Kunst, das sich
ausschließlich in diesen minimalistischen Zeichen artikuliert.

Der umfangreiche Katalog herausgegeben von Karola Kraus im Verlag der
Buchhandlung Walther König Köln (ca. 200 S., deutsch/französisch) stellt anhand
von annähernd 150 Werken aus fünf Jahrzehnten systematisch die unterschiedlichen
Verfahren des Künstlers im Umgang mit dem Raum zur Diskussion, in Essays von
Karola Kraus, Doris Krystof und Cora von Pape.

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